Wieder Juckreiz: Starker Hautpilz-Befall

Angie geht es derzeit mal wieder sehr schlecht. Sie bekam zwei Monate Cortison gegen ihren Allergiejuckreiz und wir wollten mit unserer Tierärztin den Weg gehen, dass Angie alle 2 Tage eine geringe Dosis Cortison in Kombination mit einen Antihistaminikum bekommt und somit der Juckreiz unterdrückt wird. Das Ganze hat auch ein, zwei Monate sehr schön funktioniert. Eine traumhafte Zeit mit einem traumhaften Hund. Die Früchte der guten Erziehung zu ernten war toll. 😉

Haarlose Stelle an der Pfote

Leider hat dieser Therapieweg den Nachteil (eigentlich der gewünschte Vorteil), dass das Immunsystem runter gefahren wird. Angie hatte schon einige Zeit zuvor zwei kleine haarlose Flecken am Bein, welche sich aber nicht vergrößerten und ich ihnen somit keine Beachtung weiter schenkte. Mittlerweile weiß ich, dass es sich dort um einen Hautpilz handelte, der vom Immunsystem in Schach gehalten wurde.

Haarlose Stelle an Hundepfote

Haarlose Stelle an Hundepfote

Hautpilz und Juckreiz überall

Nun, nachdem Angie ca. 2 Monate Cortison bekommt, hat sich der Hautpilz sehr stark auf ihr ausgebreitet. Er ist am Rücken, Hals, Kopf, Kinn und Lefzen. Eigentlich fast am ganzen Hund. Das Problem bei diesem Hautpilz ist natürlich der damit verbundene Juckreiz (wie soll es anders sein). Wir hatten eine Imaverol-Lösung zur Waschung bekommen, davon bekam sie nach jeder Waschung noch mehr Juckreiz. Wir haben es trotzdem versucht tapfer durchzuhalten, nur leider ist der Hautpilz mittlerweile zu viel geworden.

Gestern waren wir wieder bei der Tierärztin und nun bekommt Angie erneut Antibiotika und ein starkes Pilzmittel in Tablettenform (30 Tabletten kosten stolze 70,- Euro). Wir hoffen sehr, dass Angie die Tabletten verträgt und wir diesen Hautpilz inkl. Juckreiz wieder loswerden. Wie es allerdings dann weitergehen soll, ist derzeit noch ungeklärt. Da Angie die Tabletten 30 Tage nehmen muss, ist noch etwas Zeit um sich neue Strategien zu überlegen (… und diese werden leider langsam weniger).

Bei Angie liegen derzeit wieder die Nerven blank. Sie hat starken Juckreiz… einmal durch den Hautpilz und als zweites die Nachwirkungen vom Duschen mit dem Pilzmittel. Wir merken das sehr deutlich in ihrer sehr schnell ansteigenden Erregungskurve, sie ist viel impulsiver als sonst und könnte sich am laufenden Band nur Kratzen und Knabbern. Auch bei uns ist die Stimmung wieder sehr angespannt und getrübt.

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7 Antworten

  1. Finny sagt:

    Hallo,

    Nicht so schön zu hören, dass Angie starken Juckreiz hat und hoffentlich helfen die Medis sehr bald! Unsere Maus hat ja auch mit Allergien und Juckreiz immer sehr zu kämpfen…

    Habt ihr über einen Allergietest und eventuell Desensibilisierung nachgedacht? Haben extra zu einem Dermatologen für Hunde gewechselt, weil unser normaler Tierarzt auch irgendwann nicht mehr weiter wusste.

    Grüße aus Berlin

    Ariane mit Hund Finny

  2. nicole sagt:

    oje, ihr Armen! Euch bleibt aber auch nichts erspart. Arme Angie! Gute Besserung, einmal muss es doch gut werden..

  3. Dietmar sagt:

    Hallo ,

    oje, das ist wohl das Problem mit Cortison, dass es nur die Symptome unterdrückt. Ich weiß von einigen Hunden aus unserem Hundesportverein und auch aus eigener Erfahrung, dass neben der Ernährungsumstellung ( nach test) Heilpraktiker mit Bioresonanz sehr gute Erfolge erzielen….vielleicht wäre eine alternative Möglichkeit nach einem guten HP in Eurer Umgebung zu suchen, der Bioressonanz macht. Ich kennen auch Hunde denen Eigenblutbehandlung geholfen hat.

    Ich drücke Euch auf alle Fälle ganz fest die Daumen

    grüße aus dem Schwabenlande
    Dietmar

    • Olli sagt:

      Hi Dietmar,
      wir sind nicht so die Freunde einer Medizin, wo der Halter dran glauben muss sonst verändert sich nichts. Ich persönlich glaube nämlich durch eigene Erfahrung, dass viele Sachen der Alternativmedizin eher wirkungslos sind und sich nur ein Erfolg einstellt weil gleichzeitig noch andere Maßnahmen ergriffen werden die dann einen Erfolg bringen und der Erfolg der Alternativmedizin dann zugeschrieben werden.
      Cortison soll auch die Symptome unterdrücken weil die zu einer ganzen Menge weiterer negativer Sachen führen wie z.B. Stress.
      Hinten raus lernt man als Halter auch einen Menge medizinischen Kram – das ist auch nicht schlecht 🙂
      Danke aber für den Hinweis.

  4. Johanna sagt:

    ………

    Habe die Beiträge gelesen und mir ist schlagartig in den Sinn gekommen: Hier schreibt jemand die Krankengeschichte von „meinem“ Hund !!

    Mein 10-jähriger Collie-Windhund-Mix zeigt genau die gleichen Symptome. Jucken, Kratzen, Lecken, Knabbern bis das Blut läuft. Haarlose Stellen, Krusten und Borken, gerötete Stellen, Pickel, Bläschen, dunkle Hautverfärbungen (schwarz)…. Das komplette Programm.

    Kaum denke ich, ich hab das Problem einigermaßen im Griff, dann setzen erneut irgendwelche Symptome ein. Cortison ist bislang das Einzigste, das den unerträglichen Juckreiz in Schach halten kann, aber leider verträgt mein Hund dieses Medikament nur sehr schlecht. In seinem Impfpass hat ein früherer TA (der Hund hat schon unzählige Tierarztpraxen kennengelernt durch verschiedene Vorbesitzer und etliche Tierheimaufenthalte) sogar vermerkt: Achtung, auf keinen Fall Cortison verabreichen!!
    Wir haben eine Zeitlang mit Cetirizin sehr gute Erfolge gehabt. Die Kratzattacken waren komplett verschwunden. Dann nach einer Tabletten-Pause von nur wenigen Tagen ging das Ganze von vorne los. Schlimmer noch wie eh und je. Wir haben sofort wieder mit Cetirizin angefangen. Leider zeigt es dieses Mal überhaupt keine Wirkung. Bin ratlos. Weiß nicht, wieso es jetzt nicht mehr wirkt.

    Die wunden Stellen behandle ich mit Desitin-Salbenspray. Hilft gut (lindert auch den Juckreiz), aber ich kann ja nicht den kompletten Hund damit einsprühen. Homöopathisch haben wir auch schon so Einiges durch. Erfolge, wenn überhaupt, dann nur sehr mäßig. Allergietests sind mehrere durchgeführt.

    Der Hund ist gegen unheimlich viele Stoffe allergisch: Futterbestandteile, verschiedene Eiweiße, Reis, Weizen, Roggen, sämtliche Gräserpollen, Futtermilben, Hausstaubmilben, und was weiß ich noch alles. Allein Pute, Ente, Fisch und Ei stellen laut Test kein Problem für ihn dar. Wir halten uns streng daran (Barf). Die Ernährung ist sicherlich etwas einseitig, aber der TA meint: Lieber einseitig, als allergieauslösend. Zum rohen Fleisch verabreiche ich verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Leider sind Gemüsesorten beim Allergietest nicht ausgewertet worden, so weiß ich jetzt nicht, ob Karotte, Kartoffel, RoteBeete, Apfel und Co vielleicht Auslöser für die immer wiederkehrenden Juck-Attacken sind.

    Im Moment haben wir eine ganz schlimme Phase. Mein Hund kann kaum drei Schritte laufen, ohne mit den Hinterbeinen kratzen zu müssen. Er ist dementsprechend unruhig, läuft von einem Liegeplatz zum anderen. Auch nachts. Ich komme auch schon nicht mehr zur Ruhe, weil ich ihn ständig umherlaufen und kratzen und lecken höre. Er ist in seinem ganzen Verhalten sehr schreckhaft, ängstlich und auch kein bisschen entspannt. Immer irgendwie unter Anspannung und unter Strom. Auch Hundebegegnungen und Kontakt zu Fremden gestalten sich teilweise schwierig durch erhöhtes Aggressionspotential.

    Alles in Allem: Im Moment haben wir keine gute Zeit. Verschiedene Tierärzte sind mittlerweile mit ihrem Latein am Ende und ein Spezialist für Hunde-Dermatologie ist leider nicht in erreichbarer Nähe. Während ich hier schreibe, dreht mein Hund vor Juckreiz fast am Rad. Ich bin versucht, die Dosis Cetirizin zu erhöhen (vielleicht 3 oder 4 Stück pro Tag bei 23 kg Körpergewicht ???). Weiß nicht, ob es was bringt und welche Nebenwirkungen es vielleicht hat. Aber mit so einem heftigen Juckreiz tendiert die Lebensqualität auch gegen Null…. Bin verzweifelt.

    • Olli sagt:

      Hallo Johanna,
      das was du schriebst ist ja auch ziemlich traurig. Ich frage mich immer warum Hunde so krass allergisch reagieren.
      Bei dem Cetirizin habe ich die Vermutung, dass sich da neue Rezeptoren fürs Histamin gebildet haben und das dann nicht mehr so wirkt.
      Vielleicht finde ich mal irgendwas das mir meine Vermutung bestätigt oder widerlegt. Wir haben z.B. auch gewechselt von Cetrizin zu Tavagil
      und außerdem Lorotadin ausprobiert.
      Nachts haben uns in solchen Phasen solche Fussschützer für 2 Euro das Stück geholfen, welche man eigentlich im Laufhundesport einsetzt … sind so kleine Taschen mit Klettverschluss wo dann die Hundefüße rein kommen. Wir schreiben darüber noch einen Artikel (irgendwann mal). Außerdem nutzen wir einen großen Schaumgummiring (ist ziemlich dicker Schaumgummi) mit einem Loch in der Mitte wo der Hundekopf durch kommt. Sieht dann zwar wie Hund mit Satschüssel aus aber da kann sie sich nicht knabbern. Allerdings haben wir mit Angie auch Glück, dass sie sich nicht dieses Schaumgummischirms entledigt.

  5. Claudia sagt:

    Guten Abend,
    auch unser Labrador gerade 3 Jahre alt geworden ist Allergiker.

    Er bekam als Welpe leider des öfteren Antibiotika. Er hatte mit viel Durchfall zu tun.

    Zu Anfang dachten wir wenn er knabbert und juckt das wohl die Gelenke schmerzen.

    Der TA stellte nach Allergietest fest der Hunde ist kerngesund!!!

    Wir wechselten dann zu einer Landtierärztin die auch Bioresonanz im Programm hat. Sie stellte sofort eine heftige Weizenallergie sowie Hausstauballergie fest. Nach Löschung ging es ihm auch wirklich gut.

    Ich selbst bin Allergiker und habe mit Bioresonanz beste Erfahrungen.
    Sonst hätte ich bereits meine Katze abgeben müssen. Und wenn ich Fisch gegessen habe war mein Mund schon gelähmt. Echt gefährlich. Heute esse ich mit Genuß alles an Fisch ohne jegliche Probleme. Soweit zu Naturmedizin.

    Nachdem die Allergie bei unserem Hund wieder kam wechselte ich zu einer anderen TA mit Bioresonanz. Wir Barfen jetzt ja schon eine ganze Zeit somit konnten wir nur getestete Futtermittel einsetzen.
    Zudem gab es auch eine Candiabelastung. Wor mußten eine ganze weile Weizenkarrenz leben. Immer wieder kehrte der Juckreiz zurück. Mit Cortison ging es recht gut aber ist ja auch nicht auf Dauer die Lösung.

    In unserem Urlaub in Österreich waren wir bei einer TA in Klagenfurt die TCM anbietet. Frage: gibt es so eine TA in Norddeutschland? Sie stellte fest das unser Hund nur einen dünnen Puls und wenig Blut hat. Darauf bekamen wir einen Ernährungsplan zur Blutbildung. Schade das wir dort nicht so oft sind. Mit chin. Heilkräutern müßte das Problem in Griff zu kriegen sein.

    Unsere TA hier ist jetzt schon leicht verzweifelt. Sie fragte einen Humanmediziner der meinte sie solle auf Histamin austesten. Tatsächlich ist unser Hund ihr einziger Allergiker der darauf positiv reagierte. Ist das zu fassen. Wir fingen jetzt auch mit Cetirizin an. Bis jetzt noch keine Besserung oder nur ein wenig…

    Wir haben auch schon mit Vitalpilzen gearbeitet..aber in der Kapsel ist ebenfalls Weizen enthalten.

    Das ist unsere Geschichte…..

    Ich leide mir euch.
    Claudia