Angies Verhalten beim Sachsen Dreier – Unser Fazit

Wir waren zum Sachsen-3er. Wir sind ziemlich hektisch los, weil wir den Beginn etwas verpeilt hatten. Angie war von Anfang an voll mit dabei und die Erregung war bei ihr sofort auf 180 denn es ist früh, die Menschen machen was, das Tier darf mit und überhaupt. Auf dem Markt angekommen war die Situation völlig ungewohnt für Angie. Jede Menge Leute liefen herum und schleppten auch hier und da einen Hund mit – also viel Gewusel. Dann ist Frauchen in dem Gewusel verschwunden und musste Menschenfutter besorgen, Karten holen und die Kazumi-Leute treffen. Ich hatte mich schon etwas weiter weg positioniert – zum Beobachten. Das war erst mal gut so, allerdings brachte auch die aktive Entspannung durch Streicheln den Hund nicht wirklich runter. Als dann die beiden Hunde und die anderen Menschen auf Angie trafen (Angie mag Kazumis Frauchen sehr und auch die Kazumi was Kazumi nicht unbedingt erwidert) stieg die Erregung noch mal. An der Straße laufen war nervig für mich. Mein Arm wurde immer länger und Angie konnte keine Impulskontrolle zeigen – ist ihr auch nicht zu verübeln, weil es nie geübt wurde und dann unter Aufregung sowas ohnehin nicht sonderlich gut funktioniert.
Ich weiß zwar nicht mehr wo wir zum ersten mal die Hunde abgemacht haben – zumindest war es für mich eine ziemliche Erleichterung. Ich fühlte mich zurück versetzt in Angies Junghundezeit – ich hatte lange keinen Zughund mehr an der Leine.

Leine los

Die ganzen Leute waren ihr erst mal ungewohnt seltsam. Ihr Radius war recht klein.
Irgendwann kam dann auch ein Rüde der eigentlich nur, wie unter Hunden üblich, hinten rum checken wollte, wer die Fleckenbraut da ist. Angie kommt damit nicht sonderlich gut klar und spulte ihr übliches Programm ab – mit der Rute die wichtigsten Teile bedecken und wegrennen. Ich durfte dann auch erst mal einen Sprint einlegen um Angie wieder einzufangen.

Es gab immer mal wieder Strecken, wo Angie an die Leine musste. Sie wollte da immer vorne bei Kazumi mitlaufen was sich in starken ziehen äußerte und auch Frust provozierte. Angie hörte wahrscheinlich durch den Frust immer schlechter auf meine Signale. Leckerchen für richtiges Verhalten zeigten meiner Meinung nach ziemlich wenig stimmungsaufhellende Wirkung ebenso wenig wie die üblichen anderen Stimmungsaufheller die ich im Alltag einsetze wie z.B. Handtouch.

Endlich runter kommen

Bei mir lies dann langsam auch die Impulskontrolle nach und ich merkte wie ich ungeduldiger und ärgerlicher wurde. Freilauf war auch für mich das einzig erträgliche.
Zum Glück mussten wir paar Minuten auf das Schiff für die Überfahrt warten. Das war der erste Moment, wo Angie Zeit hatte etwas runter zu kommen. Kurz darauf machten wir eine Pause und wir alle konnten auftanken. Angie bekam ein Bratwurstende und ich irgendeine knallig süße Kalorienbombe, welche meinen zur Neige gegangen Kohlenhydratespeicher wieder auffüllte (yeah – new power for self-control). Der darauf folgende Weg war dann nicht mehr so anstrengend für mich und Angie, obwohl sie teilweise auch Phasen hatte bei denen sie wieder zog wie ein Stier dem der Sporn gegeben wurde. Irgendwann ging dann Angie auch auf den Punkt zu, bei der sie einen Gang runterfahren musste und von da an war es ziemlich unspektakulär.

Fazit

Maja hatte vorher gesagt „Nehmen wir das Thundershirt mit“ und ich dachte mir „wozu denn … wird locker werden“. Das nächste Mal wird das Ding einfach eingesteckt denn es wiegt nichts. Ich glaube dann wäre der Spaziergang für uns beide um einiges weniger anstrengend geworden.
Angie lief übrigens heute wieder ganz normal und gesittet. Wir hoffen, dass der positive Kontakt zu den vielen Menschen sie etwas geprägt hat, aber das werden die nächsten Tage zeigen. Das sich was in Bezug auf die Hunde geändert hat glaube ich eher nicht.
Noch anzumerken wäre, dass auch eine äußerlich coole Shiba Inu Hündin deutlich erregter sein kann, als man das vermuten möchte.
Erregung bzw. Aufregung ist zumindest ein Faktor der ziemlich viele Situation viel unangenehmer machen kann als sie sein müssten, wenn man auf das Management der Aufregung des Hundes geachtet hätte … Lessons learned.

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2 Antworten

  1. Isabella sagt:

    Ich hoffe, der Arm ist wieder auf die normale Länge geschrumpft 😉 Aber das ist als Beteiligter nicht lustig – das kann ich (leider) nachvollziehen. Wir machen ja recht viel mit den Hunden und dadurch, dass sie auch mit mir ins Büro gehen, kennen sie einiges. Aber was wir in den letzten Jahren ganz gestrichen haben, dass sind Wanderungen mit vielen anderen Hunden. Laika findet das überhaupt nicht angenehm, besonders, weil sie dann nicht ihr Tempo gehen (sitzen) kann und bei vielen Hunden auch überhaupt nicht sicher ist, was sie jetzt beobachten soll . Dadurch wird sie dann nervös und das merkt dann auch Damon und dann merken wir es und schlagartig sind wir alle nicht mehr entspannt und genervt! Wir haben daher beschlossen, solche Situationen zu meiden.

    Vielleicht ist bei euch das Thundershirt wirklich eine Hilfe … ich wünsche es euch jedenfalls!

    Liebe Grüße,
    Isabella

    • Olli sagt:

      Ja so viele Hunde waren es auch nicht und mit Ausnahme dieses einen Rüden hatten sie auch eher keinen Kontakt weil alles schon so vorausschauend waren, die Hunde bei Zeiten an die Leine zu nehmen.
      Richtige Hundewanderungen werden wir wahrscheinlich nie mitmachen.