Welpe beißt in die Leine: Was tun?

Diese „In die Leine beiß“-Phase haben wir zum Glück bereits hinter uns. 😉 Sie hat auch nur ca. einen halben Monat gedauert.

Warum beißt der Welpe in die Leine?

Uns fiel auf, das Angie dies immer unter bestimmten Voraussetzungen tat: Als erstes als Spielaufforderung, wenn die Spaziergänge nur langweilig und ohne spannende Dinge waren. Die zweite Situation war sobald bei Spaziergängen ihre Konzentration nachließ, sie nicht mehr das machte was wir wollten und sie immer mehr an der Leine zog.

Was tun wenn der Welpe in der Leine beißt?

In Situation 1 war das Ganze recht einfach: Wir ließen die Leine einfach fallen, stellten einen Fuß darauf und ignorierten Angie. Irgendwann ließ sie die Leine los, wir hoben diese langsam auf und gingen weiter. Manchmal taten wir das Ganze mehrmals hintereinander, aber irgendwann hat Angie mit dem Leinebeißen aufgehört und wir konnten weitergehen. Um sie dann sinnvoller zu beschäftigen, machen wir mehr Suchspiele, spielten mit Stöckchen usw.

Angie beim Spaziergang

Angie beim Spaziergang

Situation 2 ist etwas brenzliger. Angie ist als junger Welpe sehr schnell an ihrer mentalen Grenze, d.h. sie kann sich nicht mehr konzentrieren, hört nur noch schlecht auf Signale, zieht an der Leine und dreht teilweise voll auf. Das ist dann häufig der Zeitpunkt wo sie voller Frust oder Übermut in die Leine beißt und zerrt. Hier hilft kein Leine fallen lassen, sie zerrt gnadenlos weiter.

Aus Reflex nahm ich Angie einfach kommentarlos hoch und ich trug sie einige Meter nach Hause. Erstaunlich war, dass sie merklich ruhiger wurde. Nach 2-3 Minuten tragen setzte ich sie wieder runter und sie lief problemlos mit uns nach Hause.

Kann man das Leinebeißen vorbeugen oder umgehen?

Ich persönlich finde ja, denn wir haben einiges geändert und deshalb nur noch sehr selten Probleme damit.

Zuerst kann man versuchen die Spaziergänge etwas abwechslungsreicher zu gestalten (Stöckchen holen, Suchspiele einbauen, usw.). Außerdem sollte jeder Welpenbesitzer individuell beobachten wie weit sein Hund belastbar ist.

Unaufmerksamkeit, gepaart mit ununterbrochenem oder energischen Schnüffeln auf dem Boden sowie kein Befolgen einfacher, gut gefestigter Signale wie SITZ zeigt an, dass der Hund an seiner mentalen Grenze angelangt ist. Wenn man seinen Hund immer genau beobachtet, wird man schnell herausfinden ab wie viele Minuten beim Spaziergang dieses Verhalten auftritt. Dann sollten die zukünftigen Spaziergänge mit der vom Hund vorgegebenen Zeitspanne eingehalten werden. Bei Angie liegt die Zeitspanne bei ca. 35-45 Minuten je nachdem wie aufregend die Stecke für sie ist.

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1 Antwort

  1. Pia sagt:

    Herzlichen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Es ist gut zu sehen, wie andere Hundefans mit Ihren Welpen umgehen, wenn es mal nicht so läuft, wei gewünscht. Kann man sich sicherlich so manches von abgucken.